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Text: Robert Wildi

Migrol: Leise Entwarnung im Grenzverkehr

Däumchen drehen war nie das Ding von Daniel Hofer. Seit Ende Juni dieses Jahres hat die Umtriebigkeit des 55-jährigen Juristen eine neue Stufe erklommen. Der langjährige Geschäftsführer der Migrol AG hat die Nachfolge von Rolf Hartl als Präsident der Erdöl-Vereinigung angetreten.

Woher nimmt der Chef von über 180 Mitarbeitenden und 312 Tankstellen die Energie, zusätzlich ein so wichtiges Amt zu besetzen? «In der Schweizer Politik pflegen wir ein Milizsystem, auch wenn es immer mehr Berufspolitiker gibt. Dieses System lebt davon, dass sich Bürger auf ihre Weise mit den vorhandenen Möglichkeiten und Ressourcen aktiv in den politischen Prozess einbringen und mehr dafür tun, als nur zu wählen und abzustimmen», holt Daniel Hofer aus. Die Vertretung einer ganzen Branche im politischen Meinungsbildungsprozess sei eine solche aktive, politische Arbeit. «Und genau dieser Herausforderung wollte ich mich im Dienst der Mineralölwirtschaft, aber auch im Dienst des Landes, stellen.»
 
Kleine durch grössere Standorte ersetzen
 
An vorderster Front benötigt werden sein Einsatz und strategisches Geschick natürlich nach wie vor bei der Migrol. Das Tochterunternehmen des Detailhandelsriesen Migros gehört zu den grössten Tankstellenbetreibern der Schweiz und bietet den Automobilisten ein überdurchschnittliches Zusatzangebot. Von den 312 Tankstellen verfügen 146 über einen eigenen Shop, dazu kommen 60 Car-Wash-Anlagen der Marke Migrol. Unter Hofers Ägide hat sich das Tankstellenportfolio in einem stagnierenden Markt in den letzten vier Jahren noch leicht vergrössert. Ganz wichtig ist ihm vor allem die konsequente Entwicklung und Modernisierung des Angebots. «Grundsätzlich lösen wir kleinere, in die Jahre gekommene Standorte mit neuen, grosszügigen Tankstellenanlagen ab. Bei grossen Anlagen bieten wir immer auch Zusatzleistungen wie Shop oder Car Wash an.»
 
Diese laufende Erneuerung ist zuletzt an den 46 grenznahen Migrol-Tankstellen etwas ins Stocken geraten. Nach der schlagartigen Wertsteigerung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro anfangs 2015 brachen die Umsätze etwa in Kreuzlingen (DE-Grenze), St. Margrethen (AT-Grenze) oder Serfontana (IT-Grenze) an den Zapfsäulen wie auch in den Shops teils massiv ein. Nach harten fast zwei Jahren sieht Daniel Hofer indes wieder etwas Morgenröte an den betroffenen Standorten. «In letzter Zeit hat sich der Negativtrend abgeflacht, wir können sogar von einer Stabilisierung sprechen», entnimmt er den kommerziellen Statistiken. Bei den früheren Verkaufsvolumen sei man indes noch nicht wieder angelangt.
 
Mehr Absatz mit Premium-Treibstoffen
 
Genau wie den Schweizer Franken hat Daniel Hofer natürlich auch die Entwicklung des Ölpreises stets im Blickfeld. Auf das Tankstellengeschäft der Migrol AG wirke sich dieser kaum aus. «Tiefere Ölpreise bedeuten tiefere Beschaffungspreise und damit auch tiefere Säulenpreise für die Konsumenten», so Hofer. Diese Wechselwirkung sei sehr direkt und spiele sich jeweils kurzfristig ab. Auf die verkauften Treibstoffmengen habe das Säulenpreisniveau ausser an der Grenze derweil keinen Einfluss. Einen zumindest kleinen positiven Einfluss auf die Margen bei Migrol habe die Ölpreis-Baisse aber trotzdem, hält Hofer fest. «Wir stellen schon fest, dass die teureren Premium-Treibstoffe vermehrt gekauft werden.» Auch als Neo-Präsident der Erdöl-Vereinigung kann ihm dieser Nebeneffekt nur Recht sein.

Daniel Hofer, CEO der Migrol AG und Präsident der Erdöl-Vereinigung (EV)

«Öl bleibt einer der effizientesten Energieträger»

Herr Hofer, welches sind für 2017 die vordergründigen Projekte und Ziele, die Sie als EV-Präsident umsetzen respektive erreichen möchten?
Das für die Mineralölbranche wichtigste politische Geschäft ist die Energiestrategie des Bundes und als deren Ausfluss die Neuauflage des CO2-Gesetzes. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die berechtigten ökologischen Ziele mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis für die Konsumenten erreicht werden können. Auf keinen Fall dürfen durch teure Auflagen Arbeitsplätze und der soziale Frieden, den wir unserem Wohlstand verdanken, gefährdet werden.

Wie stehen Sie als EV-Präsident und als CEO der Migrol AG den neuen Antriebsformen wie Elektromobilität und Wasserstoff gegenüber?
Dazu habe ich eine ganz pragmatische und sportliche Einstellung. Die bessere und wirtschaftlichere Technologie soll das Rennen machen. Eine mit teuren Subventionen durchgesetzte Technologie wird auf Dauer keinen Bestand haben. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die den Wettbewerb der Anbieter, aber auch der Technologien, fördern. Öl bleibt wegen der relativ geringen Produktionskosten, der weltweit abgestimmten Infrastruktur und den günstigen Lager- und Transportkosten einer der effizientesten und damit günstigsten Energieträger.

Wie sehr werden die neuen Antriebsformen das Geschäftsmodell von Tankstellenunternehmen beeinflussen?
Sobald andere Antriebsformen mit anderen Energieträgern wirtschaftlich interessant werden, wird dies das Geschäftsmodell der Tankstellen verändern. Ich nehme an, es wird weniger Tankstellenstandorte, dafür solche mit einem differenzierteren Angebot benötigen. Es ist also denkbar und zum Teil schon heute der Fall, dass eine Tankstelle neben traditionellen Zapfsäulen auch elektrische Ladestationen mit Aufenthaltsinfrastruktur, zum Beispiel Café-Bar mit WLAN, anbietet. Tankstellen sind dann nicht mehr reine Versorgungspunkte, sondern Kommunikations- und Begegnungsorte. Die richtigen, Ertrag bringenden Geschäftsmodelle dafür müssen aber noch gefunden werden.
 
Interview: Robert Wildi


Die Migrol AG betreibt schweizweit 312 Tankstellen, davon 46 im grenznahen Bereich. Die happigen Einbussen nach dem Währungsschock flachen dort langsam ab. Das schlimmste sei wohl überstanden, glaubt Unternehmensleiter Daniel Hofer, der seit kurzem auch Präsident der Erdöl-Vereinigung ist.


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