Socar: Den Service auf die Tankstellen zurückbringen

Seit Sommer 2012 fahren Schweizer Autos mit Treibstoff von Socar. Der Neuling betreibt schon über 150 Tankstellen im Land und will weiter wachsen. Seine Strategie: Mehr Dienstleistung fürs Geld.

 

«Einmal volltanken bitte!» Der rund 25-jährige BMW-Fahrer staunt nicht schlecht, als der Tankwart nach Erledigung dieses Grundauftrags erst richtig loslegt. Er öffnet die Motorhaube, prüft den Ölstand und alle übrigen Flüssigkeiten. Dann ist der Reifendruck dran. Daumen hoch, alles gut. Mit einem Lappen reinigt der gute Mann jetzt sogar noch die schmutzige Frontscheibe. Tatort ist die Tankstelle Grauholz Süd an der Autobahn A1 vor Bern in Fahrtrichtung Zürich. Was ältere Automobilisten von früher kennen aber längst für verloren glaubten, lässt die Betreiberin Socar wieder aufleben: Den guten alten Tankstellen-Vollservice. Der junge Automobilist bedankt sich herzlich, drückt aufs Gas und ist fort.

Über solche Szenen freut sich einer ganz besonders. Verblüffen wolle man die Autofahrer, ihnen eine Wertschätzung entgegenbringen, die im heutigen Tankstellenalltag weitgehend verloren gegangen sei, erklärt Edgar Bachmann, CEO der Socar Energy Switzerland. Das Tochterunternehmen des aserbaidschanischen Energiekonzerns hat den Betrieb im Sommer 2012 aufgenommen, das gesamte Netzwerk der Schweizer Esso-Tankstellen übernommen und umfirmiert.

«Zunächst mussten wir Firmenstrukturen schaffen und die Marke ‹Socar› mit Marketingaktivitäten bekannter machen», schildert der frühere Shell-Manager Bachmann seine ersten Massnahmen am Firmensitz in Zürich. Die vom Eigner definierte Expansionsstrategie nahm er ab Herbst 2012 in Angriff. Sie beinhaltet ein kontinuierliches Umsatzwachstum an den bestehenden Socar-Standorten sowie die Erweiterung des Tankstellennetzwerks mittels Neueröffnungen und gezielter Akquisitionen.

In beiden Bereichen wurden bereits Fortschritte erzielt. Im Moment tanken Automobilisten an über 150 Schweizer Standorten unter dem Socar-Signet mit der Flamme in den aserbaidschanischen Nationalfarben. Ein wichtiger Meilenstein war der vor dem Markteintritt unterzeichnete Franchising-Kooperationsvertrag mit Migrolino. Über 50 Socar-Tankstellen betreiben heute einen Shop unter der starken Detailhandelsmarke und haben ihre Verkaufszahlen zuletzt teils markant erhöht. Der Erfolg macht Hunger auf mehr. Auf Bachmanns Agenda steht ein Zuwachs des Tankstellenportfolios um durchschnittlich fünf Standorte pro Jahr. Gegenwärtig hält Socar einen Marktanteil von rund 7 Prozent. Den Leitwölfen der Branche Shell und Coop mit je rund 15 Prozent wird der Newcomer nicht so rasch auf die Pelle rücken. Bachmann hat dennoch klare Vorstellungen: «Wir streben auf absehbare Zeit eine führende Position im Schweizer Tankstellenmarkt an.»

Mehr Service zum gleichen Preis

Socar ist auf Kurs und hat kürzlich einen Deal mit der Tessiner Shop-Betreiberkette Piccadilly vereinbart, der ihr heuer die Eröffnung von zehn neuen Tankstellen in der Südschweiz ermöglicht. Bachmann, der mit seinem Managementteam in der Schweiz weitgehend unabhängig vom Mutterkonzern agieren kann, liebäugelt sogar mit neuen Märkten. «Auch in Deutschland, Italien, Frankreich oder Österreich werden wir Tankstellen eröffnen, falls sich gute Gelegenheiten ergeben», verrät er. Die Schweiz wurde von Socar als Testmarkt ausgewählt, um Wachstumsoptionen in gesamten westeuropäischen Raum zu sondieren.

Im Wettbewerb mit der etablierten Konkurrenz muss das Angebot stimmen. Passend zum dezenten statt schrillen Markenauftritt agiert Socar nicht im Tiefpreissegment. «Unsere Preise sind konkurrenzfähig, parallel wollen wir uns mit innovativen Dienstleistungen von den Mitbewerbern abheben», so Bachmann. Der zurzeit kostenlos offerierte Vollservice für alle Tankkunden ist ein wichtiges Argument. Zudem bietet Socar an allen grossen Standorten gratis eine offene WLAN-Verbindung. Auch bei den Flottenkarten will der Newcomer vorne mitmischen und arbeitet zurzeit an diversen Technologiekonzepten, um den Kunden das Leben zu erleichtern. Weitere innovative Services seien schon bald zu erwarten, kündigt der Socar-Chef an. Bezahlt machen sich auch schon die bisherigen Bemühungen. Der Stammkundenanteil an den Socar-Tankstellen beträgt durchschnittlich 50 bis 80 Prozent. «Im Branchenmittel ein sehr hoher Wert», hält Bachmann fest.

Ganze Servicekette aus einer Hand

Um die Stammkundschaft weiter auszubauen, setzt Socar auf die eigene Expertise. Als einziger Anbieter der Branche betreibt das Unternehmen alle eigenen Tankstellen im Filialbetrieb. Selbst die Lastwagen-Flotte für den Treibstofftransport ist nicht ausgelagert, sondern gehört zu 100 Prozent Socar selbst. «Wir offerieren die ganze Dienstleistungskette aus einer Hand und können den Kunden so ein Qualitätsversprechen abgeben», sagt Edgar Bachmann.

Dieses einzuhalten ist die tägliche Aufgabe des Socar-Personals entlang der Schweizer Strassen. An der Tankstelle Grauholz Süd hat es am Beispiel des jungen BMW-Fahrers soeben hervorragend geklappt. Der nächste Wagen, diesmal ein KIA Carnival, ist bereits neben der Zapfsäule eingefahren. Arbeit für den Tankwart.

 

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Nachgefragt: Edgar Bachmann, CEO Socar Energy Switzerland

«An der Zapfsäule spüre ich den Puls»

edgar bachmann ceo socar 436x600pxHerr Bachmann, Socar fördert zurzeit als einziges Schweizer Tankstellenunternehmen die noch weitgehend unbedeutende Elektromobilität. Kann sich das ein Newcomer leisten?
Wir wollen es uns leisten, obschon das Engagement zumindest im Moment tatsächlich nicht kommerziell motiviert ist. Aber Socar ist ein fortschrittliches Unternehmen, das sich neuen Technologien nicht verschliesst, sondern sie mitgestalten will. Wir sind ein Mobilitätsprovider und wollen die Bedürfnisse aller Kunden abdecken. Dazu gehören neben Benzin- auch Elektroautos.

Wie nachhaltig agiert Socar in anderen Bereichen?
Unser Geschäftskonzept beruht auf Nachhaltigkeit. Wir wollen Kunden langfristig an uns binden mit einer hohen Servicebereitschaft. Auch unseren Mitarbeiternachwuchs fördern wir intensiv. Socar beschäftigt zurzeit 80 Lernende in der ganzen Schweiz. Das entspricht einem Anteil von 10 % der Belegschaft. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass Berufe an der Tankstelle bei Jungen wieder ein besseres Image erhalten. Denn sie sind sehr abwechslungsreich.

Wie oft trifft man Sie selbst an einer Socar-Tankstelle?
Als Chef ist es für mich selbstverständlich, regelmässig an der operativen Front präsent zu sein. An der Zapfsäule spüre ich den Puls der Mitarbeitenden und Kunden. Das liefert mir wertvolle Informationen, die ich für Weiterentwicklung des Unternehmens nutze.


Socar Energy Switzerland ist eine 100-Prozent-Tochter des aserbeidschanischen Ölkonzerns Socar (State Oil Company of Azerbaijan Republic) und hat per 1. Juli 2012 von Exxon Mobil alle Geschäftsanteile der Esso Schweiz GmbH und das gesamte Netzwerk der Esso-Tankstellen übernommen. Socar ist in der Schweiz mit Tankstellen, Tanklastwagen und Produkttanks sowie im Öl-, Gas- und Luftfahrtgeschäft tätig. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich betreibt zurzeit über 150 Tankstellen in der Schweiz und beschäftigt insgesamt 800 Mitarbeitende.

Agrola: Den Service auf die Tankstellen zurückbringen

Die Agrola AG, Tochter der Agrargenossenschaft Fenaco, betreibt mit 450 Standorten das zweitgrösste Tankstellennetz der Schweiz. Das Unternehmen tickt anders als die Mitbewerber und versteht sich als Botschafterin der nationalen Landwirtschaft.

 

Text: Robert Wildi
 
Ein Glas Honig vom Imker aus der Region landet in der Einkaufstasche. Dazu Frischobst und Gemüse. Als Highlight für die Frau zuhause noch ein farbiges Blumenbouquet, das die Floristin aus dem Dorf am Morgen zusammengestellt hat. Und natürlich nicht vergessen: Das Auto betanken und waschen.
 
Kunden, die einen von heute schweizweit 65 Landi Konzept Standorten ansteuern, setzen häufig auf das volle Programm. Neben einem Landi Laden, der ein breites Sortiment an Artikeln für Haus und Garten führt, steht vor Ort auch eine Agrola Tankstelle inklusive Tankstellenshop, ergänzt mit einem breiten Angebot an Frischeprodukten aus der Region. «Wir wollen den Tankkunden eine attraktive Wohlfühlzone schaffen, in denen sie die vielfältigsten Bedürfnisse abdecken können», erklärt Alexander Streitzig, seit Anfang September 2015 CEO der Agrola AG.
 
Qualität steht vor Quantität
 
Die Energiegesellschaft und Tochter der Agrargenossenschaft Fenaco betreibt mit 450 Standorten das zweitgrösste Tankstellennetz der Schweiz. Qualität steht in der Philosophie von Agrola jedoch vor Quantität. Das zeigt sich im rasanten Aufbau eines Tankstellenshop-Netzwerks über die letzten 15 Jahre. Rund 100 Agrola Tankstellen wurden in dieser Zeitspanne mit Shops aufgewertet. Die «Top Shops» werden mit einem speziellen Convenience Shop Konzept der Volg-Gruppe betrieben und setzen auf regionale Produkte. «Wir sind stets bestrebt, Tankstellenneubauten zusammen mit Top Shop und Carwash-Anlage zu realisieren», sagt Alexander Streitzig. Ein wichtiger Bestandteil der Philosophie ist die Etablierung von weiteren Landi Konzept Standorten. Deren 15 neue sollen in den kommenden Jahren eröffnet werden.
 
Geografisch verteilen sich die Agrola Standorte überwiegend auf periphere und ländliche Regionen in der Deutsch- und auch in der Westschweiz. Autobahntankstellen sind keine im Portfolio. «Auch im Tessin gibt es keine Agrola Tankstellen, dort arbeiten wir mit dem lokalen Partner Gioia Combustibili zusammen», erklärt Alexander Streitzig. Wenn sich attraktive Optionen für die Neueröffnung eines Standorts ergeben, werde Agrola auch künftig nicht zögern, Neubauten umzusetzen. Noch vor Jahresende wird in Payerne (VD) ein weiterer Landi Konzept Standort feierlich in Betrieb genommen.
 
Neuer Marktauftritt unter dem Motto «Das ist Energie»
 
Erst im Oktober dieses Jahres hat Agrola seinen Marken- und Marktauftritt einem Relaunch unterzogen. In diesem Zusammenhang ist auch das Firmenlogo weiterentwickelt worden. Der bekannte Diskus mit Pfeil hat an Grösse zugelegt und wird dem Markenschriftzug neu vorangestellt. Begleitet wird die Modernisierung des Auftritts von einer Kampagne unter dem Motto «Das ist Energie». Sie stellt neben den klassischen Geschäftsfeldern, dem Handel mit fossilen Brenn- und Treibstoffen, auch die namhaften Investitionen des Unternehmens in alternative und erneuerbare Energien ins Zentrum. (siehe Interview)
 
Anders als die grossen Mitbewerber im Tankstellenmarkt, die weltweit eigene Ölraffinerien betreiben, ist Agrola kein integrierter Konzern. «Wir bedienen nicht die globale Wertschöpfungskette vom Bohrloch in Saudi-Arabien bis zum Tank im Entlebuch, sondern sind klassische Energiehändler, die sich als Teil der Agrargenossenschaft Fenaco für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft einsetzen», erklärt Alexander Streitzig. Wer seinen Tank an einem Landi Konzept Standort füllt, kann die Worte gut nachvollziehen – und jederzeit ein Stück Heimat mit einkaufen.

 

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Nachgefragt: Alexander Streitzig, CEO Agrola AG

«Wir sind vom Tanktourismus kaum betroffen»

alexanderstreitzig agrola 0021 800x533pxHerr Streitzig, der Schweizer Tankstellenmarkt ist hart umkämpft. Mit welchen Argumenten wirbt Agrola um die Kundschaft?
Alexander Streitzig: Wir betreiben zum einen sehr viele grosszügige Tankstellenanlagen, auf denen sich die Kunden wohlfühlen. Ebenfalls bieten wir ein umfassendes Angebot zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. Ein sehr wichtiges Verkaufsargument ist unsere Fokussierung auf ökologische und nachhaltige Unternehmensziele, denen wir uns als Tochterunternehmen der Agrargenossenschaft Fenaco nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten verschreiben.
 
Mit welchen Taten?
Alexander Streitzig: Da gibt es viele. Als erster Schweizer Anbieter betreiben wir ein Netz mit AdBlue- und E85-Tankstellen. Der Treibstoffzusatz AdBlue verringert den Schadstoffausstoss von Dieselmotoren. E85 ersetzt bei dafür geeigneten Fahrzeugen das Benzin und wird hauptsächlich aus nachwachsenden und nichtverzehrbaren Rohstoffen wie Holz hergestellt. Selbstverständlich sind wir auch im Bereich der Zukunftstechnologien E-Mobilität oder Wasserstoff vorne mit dabei. Unsere Verpflichtung zur Grundstrategie der «Grünen Energie» gilt auch über die Mobilitätssparte hinaus. So erzielt Agrola den anteilsmässig höchsten Absatz an Öko-Heizöl im Schweizer Heizölmarkt und mit dem Angebot an Holz-Pellets ist Agrola Marktführer in der Schweiz. Nachhaltigkeit ist unsere Kernkompetenz.
 
Gilt das auch für die Tankstellenshops?
Alexander Streitzig: Absolut. Unsere rund 100 Top Shops basieren auf einem einzigartigen Konzept, dass sich am Convenience Shop Konzept der konzerneigenen Volg Gruppe orientiert. Alle Shops haben eine regionale Ausrichtung und führen Spezialitäten und Angebote aus der Umgebung im Sortiment.
 
Diese haben ihren Preis. Steht Agrola nicht wie alle Mitbewerber unter Druck des aktuellen und währungsbedingten Tanktourismus über die Landesgrenzen?
Alexander Streitzig: Es ist ein wesentlicher Vorteil, dass Agrola ihre rund 450 Tankstellen in ländlichen und nicht grenznahen Gebieten betreibt. Deshalb sind wir vom Tanktourismus kaum betroffen.

Interview: Robert Wildi


Die Agrola AG mit Sitz in Winterthur ist eine Tochtergesellschaft der Agrargenossenschaft Fenaco und arbeitet in einer engen Partnerschaft mit den rund 220 lokalen landwirtschaftlichen Genossenschaften der Schweiz (Landi) zusammen. Von den durch Agrola gehandelten Qualitätsprodukten Benzine, Diesel, AdBlue und Heizöle werden mehr als 80 % über die Landi im Markt platziert. Agrola zeichnet im Auftrag der Landi verantwortlich für das nationale Marketing und die Weiterentwicklung der Marke in allen Belangen. Die Agrola AG betreibt das zweitgrösste Tankstellennetz der Schweiz mit 450 Standorten, davon 100 mit Shop. Das Unternehmen beschäftigt über 50 Mitarbeitende. (row)

Coop: Die Coop Mineraloel AG weiterhin auf Expansionskurs

Die Coop Mineraloel AG hat ihr Tankstellennetz in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Wichtig für das Wachstum sind neben dem Treibstoffverkauf die Coop Pronto Shops, die an fast jedem Standort betrieben werden und viel Einkaufskundschaft anlocken.

 

Text: Robert Wildi
 

Zu lange gearbeitet, den Ladenschluss verpasst. Bald trudeln die Freunde ein. Ohne Bier und Snacks geht gar nichts an diesem Champions-League-Fussballabend. Zum Glück liegt die nächste Tankstelle gleich um die Ecke. Sixpacks, Chips und zur Sicherheit ein paar Würste für den Pausengrill sind schnell geholt. Selbst nach Spielschluss reicht es noch, um Nachschub zu besorgen. Und dazu gleich die Brötchen, Käse und Lachs für das Katerfrühstück am Morgen danach.
 
«Shop till you drop» funktioniert heute zu fast jeder Uhrzeit. Dank den Bahnhof- und vor allem Tankstellenshops. Laut jüngeren Untersuchungen geht die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer zwischen 14 und 65 Jahren mindestens einmal pro Woche dort einkaufen. Klare Marktführerin ist Coop. Ihre Tochtergesellschaft, die Coop Mineraloel AG (CMA) betreibt heute landesweit rund 287 Coop Pronto Shops, 223 davon mit angegliederter Tankstelle. Eine solche Abdeckung erreicht kein einziger Mitbewerber. An sieben Tagen pro Woche empfangen die Coop Pronto Shops in der Regel zwischen 6 und 23 Uhr Kundschaft.

Gedrosseltes Expansionstempo
 
Dass die Shopping-Frequenzen bei der CMA laufend zulegen, hängt mit dem wachsenden Angebot zusammen. «Unser breites, aber nicht tiefes Sortiment umfasst heute je nach Shop-Grösse 1500 bis 2500 Artikel und ist optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt», sagt Roger Oser, CEO der Coop Mineraloel AG. Seit dem Jahr 2000 ist er bei der CMA tätig, hat diverse Positionen durchlaufen, um 2009 in den Vorsitz der Geschäftsleitung berufen zu werden.
 
Miterlebt und mitgestaltet hat Oser eine beispielhafte Expansionsphase des Unternehmens. Innerhalb von 15 Jahren hat sich die Zahl der Tankstellen weit mehr als verdoppelt und das Portfolio der Coop Pronto Shops sogar fast vervierfacht. Dazu sind die Läden auch immer grösser geworden. Im Jahr 2000 betrug die Gesamtverkaufsfläche von Coop Pronto noch 4860 Quadratmeter, heute sind es
32400 Quadratmeter.
 
Das rasante Wachstumstempo wurde aufgrund des mittlerweile sehr dichten Netzes zuletzt etwas runtergedrosselt. «Früher haben wir pro Jahr bis zu 20 neue Coop Pronto Shops mit oder ohne Tankstelle eröffnet, heute und auf absehbare Zeit rechnen wir mit fünf bis zehn neuen Standorten jährlich», erklärt der CEO. Jede neue Tankstelle soll stets auch über ein Shop-Angebot verfügen. Geeignete Standorte für die Befüllung von Tank und Kühlschrank sind stark frequentierte Verkehrsachsen sowie Siedlungsgebiete mit hoher Einwohnerzahl. Für neue Coop Pronto Shops ohne Tankstelle wird permanent nach optimalen Lagen mit hohen Passanten-Aufkommen wie Bahnhöfe oder auch städtische Fussgängerzonen Ausschau gehalten. «Unsere schweizweite Expansionsstrategie setzen wir also nach wie vor fort, jedoch ohne den Anspruch auf ein flächendeckendes Netz», erklärt Roger Oser. Wichtig sei es auch, bei allfälligen Neueröffnungen stets die Konkurrenzierung von eigenen bestehenden Standorten mit zu berücksichtigen.

 

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Nachgefragt: ROGER OSER, CEO COOP MINERALOEL AG

«Der Eurowechselkurs ist eine grosse Herausforderung für die Schweiz»

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tW: Herr Oser, der tiefe Ölpreis und der starke Franken beschäftigen die Schweizer Tankstellenszene. Wie gehen Sie damit um?
Roger Oser: Dank des tiefen Ölpreises können wir unseren Kunden günstige Treibstoffpreise anbieten. Auch unsere Heizölkunden profitieren natürlich vom tiefen Ölpreis. Auf das Shop-Geschäft haben die tiefen Mineralölpreise selbstverständlich keinen Einfluss.

tW: Dafür umso mehr der starke Schweizer Franken?
Roger Oser: Aufgrund der Euroschwäche profitieren wir im Wareneinkauf und konnten in den letzten Monaten die Verkaufspreise von gegen 500 Artikeln in unseren Coop Pronto Shops senken. Dies natürlich zur Freude unserer Kunden. Grundsätzlich ist dies aber nur ein kleiner positiver Effekt für unsere Kunden. Gesamtheitlich ist der starke Franken für die Schweiz, speziell für den Handel mit dem Ausland, den Tourismus und den Detailhandel, auch in unserem Kanal, schon ein grösseres Problem.

tW: Neben den Shops will die Coop Mineraloel AG auch das Tankgeschäft forcieren und hat soeben die  erste Wasserstofftankstelle der Schweiz eröffnet. Welcher Plan steckt dahinter?
Roger Oser: Nur von einem Plan würde ich nicht sprechen, vielmehr von einer Überzeugung. Es ist ein Fakt, dass sich alle Tankstellenbetreiber in Anbetracht von immer energieeffizienteren Fahrzeugen mit einem tendenziell sinkenden Treibstoffvolumen auseinander setzen müssen. Andersrum gesagt passt es hervorragend zur nachhaltigen Philosophie des Coop-Konzerns, sich für innovative und umweltschonende Projekte wie die Brennstoffzellentechnologie einzusetzen. Deshalb haben wir am 4. November 2016 die erste öffentliche Tankstelle in der Schweiz  eröffnet, an der CO2-freier Wasserstoff getankt werden kann. Der Ausbau des Netzes wird entsprechend der Nachfrage in Etappen erfolgen. Wir sind überzeugt, dass es in Zukunft neben Diesel und Benzin vermehrt auch andere Antriebstechnologien je nach Einsatzgebiet geben wird. Wasserstoff wird sicher eine davon sein.

tW: Werden bald auch andere Tankstellenbetreiber nachziehen und Wasserstofftankstellen bauen?
Roger Oser: Wir kennen die Ziele unserer Wettbewerber nicht, wir sind aber überzeugt, mit Wasserstofftankstellen eine Investition in eine umweltfreundliche Mobilitätstechnologie der Zukunft zu tätigen.

Interview: Robert Wildi


Die Coop Mineraloel AG ist ein Unternehmen der Coop Gruppe. Als führendes Unternehmen im Tankstellen- und Convenience-Bereich baut es das Coop Pronto Shop Netz in der ganzen Schweiz laufend aus. Die Coop Mineraloel stützt sich auf die drei wesentlichen Tätigkeitsbereiche: dem Betreiben der Convenience-Shops Coop Pronto mit oder ohne Tankstelle, dem Betrieb von Coop Tankstellen und der Beschaffung und dem Verkauf von Mineralölprodukten (Treibstoff, Heizöl, Motorenöle). Als Aktionärin besitzt Phillips 66 (zuvor ConocoPhillips) 49% an der Coop Mineraloel AG. Coop hält mit 51% die Mehrheit am Unternehmen. Die rund 287 Coop Pronto Shops werden im Franchisesystem durch selbstständige Unternehmen geführt. Die Coop Mineraloel AG sichert zusammen mit ihren Partnern rund 3‘800 Arbeitsplätze. Coop Pronto. Für das Schnelle und Frische.

(Stand Dezember 2016)

BP: Knusprige Sandwiches, röstfrischer Kaffee

Für BP Schweiz entscheidet sich der Wettbewerb im Tankstellenmarkt bei der Qualität der Dienstleistungen. Wachstum um jeden Preis steht nicht im Zentrum. Stattdessen die Bedürfnisse der Kunden.

 

Text: Robert Wildi
 

Hunger und Durst melden sich öfter mal, wenn man auf Achse ist. Mancher Automobilist fragt sich dann: Warten bis zum ohnehin bald notwendigen Tankstopp oder für den erlösenden Snack jetzt gleich die nächste Raststätte anpeilen? Oder gleich beides in einem erledigen?
 
Ins bevorzugte Kundenprofil von BP Schweiz gehört jene Zielgruppe, die sich in der Regel für letzteres entscheidet. Von den gegenwärtig rund 370 BP Tankstellen in der Schweiz bieten 170 mehr als nur Treibstoff an. Die BP Shops in unterschiedlichen Grössen führen ein vielfältiges Produktsortiment. Oft integriert ist ein «Wild Bean Café». Zwischenstopps - auch ohne Tankauffüllung – sollen sich auf jeden Fall lohnen, wenn es nach Constantin Cronenberg geht. Für den CEO von BP Schweiz macht «Wild Bean» den entscheidenden Unterschied zum gastronomischen Angebot der Mitbewerber. «Wir sind hierzulande die einzigen Tankstellenshop-Betreiber, die kalte wie warme Sandwiches gleich vor Ort frisch zubereiten.» Dazu kommen ein röstfrischer Kaffee, ofenfrische Backwaren und eine breite Auswahl an regionalen Spezialitäten. Kurzum: «Wir beanspruchen für uns die Gourmet-Führerschaft unter den Schweizer Tankstellenshops», sagt Cronenberg.
 
Den Kunden offerieren, was sie sich wünschen
 
Das Shop-Konzept von BP Schweiz ist Sinnbild für die Philosophie, mit der das Unternehmen im hart umkämpften Tankstellenmarkt seine Position verteidigen möchte. Es geht nicht primär um Quantität, sondern um Qualität. «Bei uns soll der Kunde bekommen, was er sich wünscht, etwa einen typisch italienischen Cappuccino statt 08-15-Kaffee. Oder ein warmes Panini mit frischem Parmaschinken statt ein abgepacktes Fabriksandwich.»
 
Constantin Cronenberg sagt es wie ein Marketingmann, der vom eigenen Angebot restlos überzeugt ist. Die wachsende Zahl an BP-Stammkunden in der Schweiz gibt ihm Recht. Sie kommen nicht nur wegen frischen Sandwiches und wilden Kaffeebohnen, sondern auch fürs Kerngeschäft Treibstoff. BP offeriert die ganze Palette an differenzierten Treibstoffsorten und eine innovative Tankkarte für bargeldlose Bezahlung mit attraktiven Mengenrabatten. «Selbstverständlich wollen wir unsere Qualität auch zu marktgerechten Konditionen anbieten, ohne uns auf Preiskämpfe im Rappenbereich einlassen zu müssen», sagt Cronenberg selbstbewusst.
 
Wachstumspotenzial im Franchising-Segment
 
Die Erträge der einzelnen BP-Standorte sind gut. Es bereitet dem CEO daher keine schlaflosen Nächte, dass das Portfolio in den letzten Jahren zahlenmässig kaum gewachsen ist. «Mal kommen neue Standorte dazu, mal werden andere aufgegeben», sagt er. Wichtig sei die Effizienz der einzelnen Tankstellen. Das interessanteste Wachstumspotenzial biete sich diesbezüglich mit neuen Betrieben, die BP Schweiz als Inhaberin übernehme, aber durch einen Franchisenehmer unter der Marke BP betreiben lasse. «2013 und 2014 haben wir mit diesem Konzept rund zehn neue Tankstellen dazugewonnen», sagt Cronenberg.
 
Dass an jedem neuen Standort wenn immer möglich ein «Wild Bean Café» eröffnet wird, versteht sich von selbst. Schliesslich will BP Schweiz ankommenden Neukunden nicht nur mit frischem Treibstoff die Weiterfahrt ermöglichen. Sie sollen auch mit einem zufriedenen Gefühl in der Magengegend «back to the road».

 

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Nachgefragt: CONSTANTIN CRONENBERG, CEO BP SCHWEIZ

«Viele Schweizer Kunden fahren wegen ein paar Rappen nicht über die Grenze»

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tW: Herr Cronenberg, Sie sind überzeugt, dass mit hochwertigen Serviceleistungen im Schweizer Tankstellengeschäft am ehesten Marktanteile zu gewinnen sind. Gehört dazu auch die persönliche Betreuung der Tankkunden?
Constantin Cronenberg: Sie sprechen den guten alten Tankwart an. In der Tat glaube ich, dass auch heute viele Kunden sehr positiv überrascht sind, wenn ihnen an der Zapfsäule jemand das Öl kontrolliert, die Scheiben reinigt und Funktionsfragen zum Motor beantworten kann. Das ist mit ein Grund, weshalb wir von BP Schweiz gegenwärtig an sieben Tankstellen tatsächlich einen Tankwart beschäftigen, der genau dies tut. Fünf weitere Tankwarte sind im März dieses Jahres alternierend an verschiedenen Westschweizer Tankstellen zum Einsatz gekommen.
 
tW: Sieben Tankstellen von insgesamt 370. Ist das nicht ein bisschen wenig?
Constantin Cronenberg: Natürlich ist das nicht viel. Aber Sie dürfen auch nicht glauben, dass diese Dienstleistung von wahnsinnig vielen Automobilisten tatsächlich beansprucht wird. Die meisten Tankkunden wollen ihr Auto mit Treibstoff befüllen und dann schnell weiterfahren. Das heisst für uns: Wenn wir an jeder Tankstelle einen Tankwart hinstellen würden, der die meiste Zeit nur Däumchen dreht, dann wären das gigantische und ziemlich sinnlose Kosten. Trotzdem wollen wir an bestimmten Orten Präsenz markieren und damit unsere Wertschätzung gegenüber den Kunden demonstrieren. Sie sollen spüren, dass wir uns zu 100 Prozent als Dienstleistungsunternehmen verstehen.  
 
tW: Diese Kundenwertschätzung dürfte in Anbetracht des starken Schweizer Frankens vor allem an grenznahen Tankstellen von Nöten sein.
Constantin Cronenberg: Wir machen diesbezüglich keinen Unterschied zwischen einer grenznahen Station und anderen Tankstellen. Wir wollen überall hochwertige Leistungen und Produkte bieten. Aber natürlich ist die Kundschaft in den Grenzgebieten zum Euroland besonders sensitiv. Es ist kein Geheimnis, dass unsere Tankstellen in grenznahen Regionen, und das sind immerhin 20 Prozent des Gesamtportfolios, seit dem Kursentscheid der Nationalbank verstärkt unter Druck geraten sind.
 
tW: Lassen sich denn Tankkunden mit anderen Argumenten als dem Benzinpreis überzeugen?
Constantin Cronenberg: Diesbezüglich stellen wir Unterschiede fest. So gibt es gerade unter der Schweizer Kundschaft viele, die unseren Service sehr schätzen und nicht wegen ein paar Rappen pro Liter über die Grenze fahren. Schwieriger ist es bei den ausländischen Automobilisten. Die füllten ihre Autos bis Ende 2014 in der Schweiz auf, weil es hier günstiger war als in ihren Heimatländern. Jetzt haben sich diese Vorzeichen gedreht und damit auch das Verständnis dieser Kunden. Die meisten vermeiden es jetzt, den Tank in der Schweiz aufzufüllen.


Interview: Robert Wildi


BP (Switzerland) mit Sitz in Zug ist eine Zweigniederlassung von BP Europa SE Hamburg und damit Teil der internationalen BP Gruppe, einer der grössten Öl-, Gas- und Energiekonzerne der Welt. Die Geschäftstätigkeit in der Schweiz besteht vorwiegend im Handel mit Mineralölprodukten. Neben dem Vertrieb von Treib- und Schmierstoffen über das eigene Tankstellennetz umfassen die Aktivitäten das Geschäft mit Heizöl und Flugtreibstoff sowie die Versorgung und Logistik. BP Schweiz beschäftigt zurzeit rund 120 Mitarbeitende und verfügt über ein Tankstellennetz von knapp über 370 Stationen in der ganzen Schweiz. Am stärksten vertreten ist BP Schweiz mit Tankstellen in den Regionen Zürich, Ostschweiz und Genf. Mit den Marken BP und Castrol hält das Unternehmen auch im schweizerischen Schmierstoffsektor eine führende Position.

Shell: Geballte Kraft in den Schläuchen

Seit über 60 Jahren kooperiert Shell auf den Formel-1-Rennstrecken dieser Welt eng mit Ferrari. Davon profitieren auch Schweizer Automobilisten, die an den 320 Tankstellen der Shell (Switzerland) AG 1:1 vom Resultat der entsprechenden Treibstoffinnovationen profitieren. Und dazu von einem preisgekrönten Service.

Wo Motoren aufheulen, schnelle Autos vor tobenden Zuschauerkulissen vorbeirasen, ist die gelbe Muschel auf rotem Grund allgegenwärtig. Das unverkennbare Markenlogo von Shell steht in enger Verbindung mit dem Motorsport. Bereits in den 1950er Jahren ging das weltweit agierende Mineralöl- und Erdgasunternehmen eine bis heute andauernde Partnerschaft mit Ferrari ein. Die italienische Automarke gilt als Inbegriff von Eleganz, Emotionen und Tempo im Formel-1-Zirkus. In unzähligen Testverfahren entwickeln die zwei Partner innovative und immer noch leistungsfähigere Treibstoffe und Schmiermittel, welche die roten Lieblinge nicht nur der Tifosi zu Siegen tragen sollen.
 
Und in welchem Zusammenhang steht dies zu einer Shell-Tankstelle? In einem sehr engen. Shell investiert nämlich nicht nur zugunsten der schnellen Rennboliden viel Zeit, Geld und Wissen in die Entwicklung. Von den laufenden Verbesserungen profitiert auch der Alltagsautomobilist. «Wir gehören zu den wenigen Anbietern in der Schweiz, die alle Produkte von Diesel bis Bleifrei additivieren», sagt Conrad Mummert, Leiter des Tankstellengeschäfts bei Shell Switzerland. Das heisst: «Durch die chemischen Zusätze in unseren Treibstoffen verbessern wir deren Effizienz, helfen bei der Motorreinigung und bieten erst noch einen wertvollen Korrosionsschutz.» Dazu werden an Schweizer Shell-Tankstellen auch die Premiumtreibstoffe V-Power 100 und V-Power Diesel angeboten. «Mit diesen Produkten bekommen unsere Kunden zu 99 Prozent in ihren Tank, was wir in den über 60 Jahren Partnerschaft mit Ferrari auf den globalen Rennstrecken der Formel-1 an Leistungsverbesserung und Innovation entwickelt haben.»
 
Podestplatz bei internationaler Tankwartauszeichnung
 
Das konsequente Streben nach Spitzenprodukten ist ein wesentlicher Teil der Shell-Philosophie. «Ebenso wichtig ist uns der persönliche Kontakt zu den Kunden und eine hohe Servicequalität», sagt Conrad Mummert. Von den gegenwärtig 320 Shell-Tankstellen in der Schweiz bieten rund 60 kostenlose Tankwartdienstleistungen an. Das ist einsamer Landesrekord. «Es ist uns enorm wichtig, eine spürbare und besondere Serviceatmosphäre zu kreieren», erklärt Mummert und will sich damit von der Konkurrenz abheben. «Wir beobachten, dass in jüngerer Vergangenheit verschiedene Mitbewerber dem Beispiel folgen und an den Tankstellen ebenfalls vermehrt Servicepersonal einstellen.»
 
Neben Dienstleistungen am Auto wie Ölstand prüfen oder Scheiben reinigen erfüllen die geschulten Shell-Tankwarte auch einen Beratungsauftrag und helfen Automobilisten bei konkreten Problemen mit Tipps und Hinweisen. Zu internationalen Ehren gebracht hat es in dieser Disziplin sogar Sebastian Ilg, seit sechs Jahren Tankwart an der Shell-Tankstelle in Dietlikon bei Zürich. «Seine Freundlichkeit und tadellose Servicebereitschaft haben dazu geführt, dass ihm heute selbst aus vorbeifahrenden Autos Kinder zuwinken und seinen Namen rufen», lacht Conrad Mummert. Im Rahmen der «Site Staff Hero Competition» durfte Ilg heuer auf Firmenkosten nach Paris reisen und die Auszeichnung für einen Top-3-Platz in der Kategorie «Bester Tankwart Europas» entgegennehmen.  
 
Der persönliche Service soll bei Shell Switzerland in erster Linie die Kundenbindung erhöhen. Genauso wie die euroShell Tankkarte, die sich im Geschäftskundensegment als «hervorragendes Instrument dazu» etabliert habe, wie Conrad Mummert sagt. «Mit einem Marktanteil von über 30 Prozent sind wir mit der Karte auch bei Schweizer Privatkunden die Nummer 1.»
 
Migrolino als starke Partnerin im Shop-Geschäft
 
Ein wesentlicher Umsatztreiber für Shell Switzerland ist auch das Shop-Geschäft, wo man sich mit der Migrolino AG (Migros) auf eine potente Partnerin verlassen kann. An rund 210 der Schweizer Shell-Tankstellen wird heute ein Shop betrieben. «Wir etablierten uns 2008 mit der Marke Migrolino als Pioniere für innovative Convenience Retail Konzepte und begannen als Erste, das in der Branche übliche Kioskangebot durch ein breites Sortiment für den täglichen Bedarf zu ersetzen», erklärt Conrad Mummert. Produkte wie frisches Obst, Gemüse sowie Backwaren etablierten sich damals in den Regalen. «Dazu ist es unser Anspruch, Qualitätsprodukte zu supermarktähnlichen Preisen anzubieten», so Mummert. Aktuell steht bei Shell/Migrolino die Weiterentwicklung des Sortiments mit Kaffee, frischen Sandwiches und Verpflegungsprodukten für unterwegs im Fokus.
 
Conrad Mummert selbst ist im Jahr 2007 zu Shell gestossen und führt das Tankstellengeschäft in der Schweiz seit zwei Jahren. Als wesentliche Meilensteine seines Wirkens nennt er die erfolgreiche Neuaufstellung von Shell im Tessin mit mehreren Standorten. «Ein toller Erfolg war, dass der Kanton die Betriebskonzession am bedeutenden Standort Bellinzona für weitere 30 Jahre wieder an uns vergeben hat», so Mummert. Ein erfolgreiches Grossprojekt sei ausserdem der Ausbau der beiden Autobahnraststätten im aargauischen Würenlos gewesen. 
 
Neben den Schweizer Autobahnen baut die gelbe Muschel auf rotem Grund auch entlang der globalen Rennbahnen ihre Präsenz weiter aus. So hat Shell vor wenigen Monaten eine ganz neue Zusammenarbeit im Bereich der Schmiermittelforschung lanciert – und zwar mit BMW Motorsport.

 

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